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Ratgeber

Lokführer, Fahrdienstleiter, Zugbegleiter: Berufe im Bahnbetrieb

Wer Züge fährt, steuert und begleitet, und welche Ausbildung und Nachweise dazugehören.

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Drei Rollen im Betrieb

Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführer, im Alltag Lokführer genannt, fahren Züge im Nah-, Fern- oder Güterverkehr oder rangieren Wagen und Fahrzeuge. Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter arbeiten auf Stellwerken und in Betriebszentralen. Sie stellen Weichen und Signale, lassen Züge fahren und regeln den Betrieb bei Störungen. Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter betreuen Reisende, kontrollieren Fahrkarten, geben Auskunft und sorgen im Zug für Sicherheit.

MerkmalTriebfahrzeugführerFahrdienstleiterZugbegleiter
Ausbildung3 Jahre oder Qualifizierung3 Jahre oder QualifizierungSchulung beim Unternehmen
ArbeitsortFührerstand, RangierbahnhofStellwerk, Betriebszentraleim Zug, Bahnhof
Besondere NachweiseTriebfahrzeugführerscheinBetriebliche PrüfungenSchulungen des Unternehmens

Die Ausbildungsberufe seit 2022

2022 wurde der frühere Eisenbahner im Betriebsdienst in zwei Berufe aufgeteilt. Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport arbeiten in Unternehmen des Güter- und Personenverkehrs als Lokrangierführer oder Triebfahrzeugführer. Eisenbahner in der Zugverkehrssteuerung arbeiten auf zentralen und dezentralen Stellwerken und in Betriebszentralen. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre und werden von der IHK geprüft.

Ein Teil der Stellen auf dieser Seite richtet sich an Quereinsteiger, die in einer Qualifizierung oder Umschulung zum Triebfahrzeugführer oder Fahrdienstleiter ausgebildet werden. Mehr dazu im Ratgeber zum Quereinstieg.

Der Triebfahrzeugführerschein

Wer Züge fahren will, braucht einen Triebfahrzeugführerschein nach der Triebfahrzeugführerscheinverordnung. Voraussetzungen sind in der Regel ein Mindestalter von 20 Jahren, ein erfolgreicher Schulabschluss im Sekundarbereich I, die gesundheitliche und die psychologische Eignung, nachgewiesen durch anerkannte Ärzte und Psychologen, eine Prüfung der allgemeinen Fachkenntnisse und Zuverlässigkeit. Dazu kommt eine Zusatzbescheinigung, die das Eisenbahnunternehmen für bestimmte Fahrzeuge und Strecken ausstellt.

Die Eignung wird nicht einmal geprüft und dann vergessen. Die Verordnung schreibt regelmäßige Überprüfungen und ärztliche Untersuchungen vor.

Weitere Bereiche

Neben dem Fahrbetrieb suchen Bahnunternehmen Fachkräfte für Gleisbau und Infrastruktur, für Instandhaltung von Fahrzeugen und Anlagen, etwa Mechatroniker und Elektroniker, sowie für Service und Vertrieb. Diese Stellen folgen den Regeln der jeweiligen Ausbildungsberufe. Bahnspezifische Kenntnisse lernst du im Betrieb.

Wer im Gleisbau arbeitet, ist oft auf Baustellen in einer größeren Region unterwegs, auch nachts, wenn Strecken gesperrt sind. Lies in der Anzeige, wie groß das Einsatzgebiet ist.

Welche Rolle passt

  • Du bist gern allein unterwegs, arbeitest konzentriert und magst Technik: Triebfahrzeugführer.
  • Du behältst den Überblick über viele Abläufe und entscheidest ruhig: Fahrdienstleiter.
  • Du hast gern Kontakt mit Menschen und bleibst auch in Konflikten freundlich: Zugbegleiter.
  • Du arbeitest lieber draußen und körperlich: Gleisbau und Instandhaltung.

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